Vorträge / sonstiges

Immer wieder werden Pastorinnen und Pastoren aus dem Kirchenkreis Rotenburg gebeten, bei einer besonderen Veranstaltung ein Grußwort zu sprechen oder einen Vortrag zu halten. Gern kommen sie dieser Aufforderung nach, und es ist oft lohnend, diese Texte später noch einmal in Ruhe nachlesen zu können. All diese besonderen Texte oder Veröffentlichungen können Sie hier finden. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Es können sich auch Lieder oder Theaterstücke unter den Veröffentlichungen finden.

Datum
Titel
Name
Mo. 10.06.13
Spruch des Monats Juni 2013
Frank Hasselberg
Spruch des Monats Juni 2013

Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.

(Apostelgeschichte 14.17

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Frank Hasselberg

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Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
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29640
Schneverdingen
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Sa. 14.08.10
Grußwort 100 Jahre Schützenverein Heber 14.…
Frank Hasselberg
Grußwort 100 Jahre Schützenverein Heber 14.08.2009

Grußwort 100 Jahre Schützenverein Heber

 

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Leser dieser Festschrift!

 

Schützen sind zielstrebige Menschen. Sich ein Ziel vornehmen, darauf anlegen, über Kimme und Korn, sich konzentrieren, ruhig durchatmen und dann für einen Augenblick die Luft anhalten, das Ziel vor Augen und – abdrücken. Hoffentlich ein Treffer ins Schwarze. Wer würde sich darüber nicht freuen!

Schon der Gott Amor in der griechischen Mythologie hat mit seinen Pfeilen manche Treffer gelandet, die allerdings oft zu heftigen Verwicklungen geführt haben. Und wenn ich in die Bibel sehe - das mögen Sie einem Pastor zugestehen -, dann finde ich auch dort so manche „Schützenfeste“, leider meist kriegerischer Natur. Da wird eher auf den König geschossen anstatt um die Königswürde. So wurde David, der scheinbar Unterlegene, der den übermächtigen Goliat mit Steinschleuder und Schwert besiegte, König Israels - sozusagen der erste „Schützen-König“, von dem wir wissen.

Ich bin froh, daß es heute im Schützenwesen – auch bei uns in Heber – friedlicher zugeht. Das schließt gelegentliche Auseinandersetzungen nicht aus, die gibt es überall, wo Menschen sich versammeln. Aber Sie eint das Ziel, miteinander den Schießsport auszuüben, Gemeinschaft anzubieten und zu erfahren und somit das Dorfleben lebendig zu erhalten.

So haben Kirchengemeinde und Schützenverein Vieles gemeinsam, nicht nur wegen der großen Schnittmenge ihrer Mitglieder. Als Vertreter der ältesten Vereinigung -  schließlich blickt die Kirche auf 2000 Jahre Geschichte, auch wenn unsere Friedenskirche erst seit 52 Jahren steht – wünsche ich dem Schützenverein eine positive Entwicklung; daß Sie weiterhin fest das Ziel im Blick haben, eine segensreiche Arbeit und ein gutes Miteinander zum Wohle unseres Dorfes und der Menschen, die hier leben.

 

Ihr Pastor Frank Hasselberg 

 

 

 

Verehrte Anwesende, liebe Schwestern und Brüder

- Sie merken: Die Anrede ist in der Kirche ähnlich, nur eben ohne „Schützen“ davor -,

 

zunächst bedanke ich mich herzlich für die Einladung zu diesem „feierlichen Trinkabend“ – ja, das bedeutet „Kommers“, ich habe mal im Duden nachgesehen. Das kann ja heiter werden! Und das soll es auch, schließlich haben Sie einen besonderen Anlaß zum Feiern. Sonst wäre unser Dorf nicht so phantastisch geschmückt, wären nicht so viele Menschen unermüdlich bei der Vorbereitung und Durchführung dabei! „Es liegt ein Knistern in der Luft“, wurde der Schützenkönig gestern in der BZ zitiert. Und jetzt spricht auch noch der Pastor!

 

Aber keine Sorge, ich werde hier keine lange Rede halten, das kann ich ungestört sonntags tun – obwohl es ja heißt: „Der Pastor darf über alles reden, nur nicht über 20 Minuten.“ Und ich bemühe mich auch da, die Geduld der Zuhörer nicht überzustrapazieren. Im Übrigen weiß ich aus eigener leidvoller Erfahrung, wie lästig ellenlange Grußworte sind, und gedenke hier mit höchstens 10% dieser Zeit auszukommen! Sie können gern mitstoppen.

 

Im Namen unserer Kirchengemeinde beglückwünsche ich Sie erstmal zu dem schönen Wetter. Entgegen weitverbreiteter Ansicht habe ich darauf übrigens keinen Einfluß, und ich hoffe, daß es am kommenden Wochenende auch so schön ist – am 23.8. feiert nämlich die Kirchengemeinde ihr Sommerfest, wozu ich herzlich einlade; ich hoffe, daß wir uns dann zahlreich wiedersehen! Im Sinne der vom Vereinsvorsitzenden zitierten „intakten Dorfgemeinschaft“ wünsche ich mir das jedenfalls. So, das war der Werbeblock.

 

Keine Frage: Es ist schon ein Vorteil, ein Jubiläum im Sommer feiern zu können! Ich habe ja das zweifelhafte Glück, gleich für zwei Kirchen zuständig zu sein, die ihre Einweihung im Winter feiern: unsere Friedenskirche am 3. Advent, die Eine-Welt-Kirche am 4. Advent. Sowas nennt man wohl in der Schützensprache „voll ins Schwarze getroffen“!

 

Apropos Schützen: Zu dem Thema habe ich mein Pulver schon für die Festschrift / Chronik verschossen, Sie wissen schon: Amors Pfeile, David und Goliat und so weiter. Gut, daß es heute im Schützenwesen friedlicher zugeht und Sie um die Königswürde, aber nicht auf den König schießen!

 

Deshalb an dieser Stelle zwei Gedanken zu der Jubiläumszahl „100“. Auch wenn naturgemäß keine Gründungsmitglieder mehr unter uns sind: Man muß nicht Johannes Heesters heranziehen, um festzustellen, daß man mit hundert noch sehr fit sein kann! Schon im Alten Testament heißt es von Sem, dem Sohn Noahs, daß er mit 100 Jahren einen Sohn gezeugt hat, und auch Abraham wurde bekanntlich mit 100 Jahren Vater. Und der Prophet Jesaja schreibt (ich zitiere), daß „als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.“

 

Sie haben die hundert Jahre erreicht und sind, wie in der Zeitung zu lesen war, sehr lebendig und nachwuchsfreudig! Und so wünsche ich dem Schützenverein auch für die Zukunft, daß Sie ebenso wenig Nachwuchssorgen haben wie Sem und Abraham, so lebendig bleiben, wie es Jesaja verheißt, noch manchen Volltreffer landen in den Zielen, die Sie sich vorgenommen haben, und weiterhin gutes, gedeihliches Wirken für die Dorfgemeinschaft hier in Heber.

 

Vielen Dank!

 

(Heber, 14. 8. 2009)

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So. 14.04.13
Grußwort zur Einweihung des neuen…
Frank Hasselberg
Grußwort zur Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Heber, 14.4.2013

Grußwort zur Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Heber, 14.4.2013

 

Liebe Frau Moog-Steffens, lieber André, liebe Feuerwehrleute aus Nah und Fern, verehrte Anwesende!

 

Herzlichen Dank für die Einladung zur Einweihung unseres neuen Feuerwehrhauses. Seit fast auf den Tag genau 112 Jahren besteht die Freiwillige Feuerwehr Heber, die Gründung war ja bekanntlich am 20.4.1901. (Die Älteren unter uns erinnern sich daran…)

112 – auch so eine Zahl, die in jedem Telefon eingespeichert sein sollte… Klar:  Vieles hat sich im Laufe der Zeit verändert. Aber eine Frage bleibt:

 

Was hat die Kirche eigentlich mit der Feuerwehr zu tun?

Bzw. umgekehrt: Wozu braucht die Feuerwehr die Kirche?

In der „Feuerzangenbowle“ heißt es: „Da stellen wir uns jaaanz dumm.“ Brauchen wir aber gar nicht. Für mich gibt es da drei Berührungspunkte, die auf der Hand liegen.

 

1. Das eine ist sofort klar und einsichtig: Wenn es in unserer Friedenskirche mal brennen sollte - wovon sie verschont bleiben möge! -, dann brauchen wir die Hilfe der Feuerwehr. (Deshalb war mir der alte Standort lieber, da wart Ihr einfach näher dran!) Ein gewissen Risiko ist da: In welchem anderen Gebäude gibt es soviel offenes Feuer in Gestalt von Kerzen?! Ich denke noch an die besorgten Blicke einiger unserer Feuerwehrmänner, als kürzlich bei einer Trauerfeier eine im Wortsinn brenzlige Situation entstand; ich dachte, gleich springen sie von ihren Bänken - und fühlte mich in guten Händen… So nach dem Motto: Gottvertrauen ist gut, aber Menschen, die mit einem Feuerlöscher umgehen können, sind auch nicht zu verachten!

 

2. Jetzt wird´s etwas schwieriger: Braucht die Feuerwehr die Kirche? Ich könnte es mir leicht machen und an die schöne alte, traditionelle Feuerwehrlosung anknüpfen, die Sie bestimmt alle kennen: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr!“ Es ist schön, daß hier Gott mit erwähnt wird (wie ja übrigens auch in unserem Grundgesetz). Aber warum ist das eigentlich so? Warum dient es Gott zur Ehre, daß die Männer der Feuerwehr (inzwischen soll es da ja auch in Heber  Frauen geben, ihre Zahl ist allerdings noch überschaubar; leider kann die einzige Feuerwehrfrau nicht hier sein, sie ist gerade beim Grundlehrgang in Neuenkirchen) – warum also dient es Gott zur Ehre, wenn Sie Ihre wichtige, aber im Grunde doch ganz weltliche Hilfeleistung durchführen? Ich denke, ein Bibelwort kann uns da einen wichtigen Hinweis geben - Sie mögen es einem Pastor nachsehen, wenn er sich darauf bezieht, das ist sein Job!

Also, Jesus hat einmal gesagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lk 10, 27) - Und die Feuerwehr sagt:  

„Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr!“ - Das ist ja schon mal eine große Übereinstimmung! Und mein Nächster, das macht Jesus ebenfalls deutlich, ist nicht nur meine Freundin oder mein Bruder, ist nicht nur der Mensch, für den ich ohnehin Feuer und Flamme bin (welch ein passendes Bild…), sondern ausnahmslos jeder, der meine Hilfe braucht! Der verunglückte Autofahrer, der Mensch, dessen Hab und Gut durch einen Brand oder eine Naturkatastrophe gefährdet ist, und meinetwegen auch die Katze auf dem Baum. Wenn dann jemand die 112 anruft und hofft, daß die Feuerwehr rechtzeitig kommt und den Brand löscht – dann lassen Sie alles stehen und liegen, schlüpfen in Ihre Uniformen und fahren los. Und fragen nicht: Ist das mein Freund oder Feind, der da Hilfe sucht, oder: Was bringt´s?!

Wenn jetzt jemand denkt: Das ist doch selbstverständlich, dazu brauche ich keinen Gott und keine Bibel!, dann finde ich das in unserer heutigen Gesellschaft gar nicht mehr so selbstverständlich! Auch wenn es manchen nicht bewußt ist: Sie handeln christlich! Hier wird die Lehre von der Nächstenliebe in die Tat umgesetzt. Damit sich aber auch weiter Menschen finden, die zu diesem Dienst bereit sind, braucht es die Verkündigung der Nächstenliebe - und die, nichts für ungut, geschieht nun mal in der Kirche! (Hier in Heber sonntags 9.30 Uhr, wer´s nicht weiß.)

Und schließlich: Wenn es mal ganz hart kommt, wenn auch der stärkste Feuerwehrmann und die taffste Feuerwehrfrau mit einem Erlebnis nicht allein zurechtkommt, gibt es die Notfallseelsorger im Kirchenkreis und bei der Feuerwehr. Ich möchte wirklich dazu ermutigen, dies Angebot wahrzunehmen. Auch da ziehen wir an einem Strang!

 

3. Und dann noch eines: Wir feiern hier heute eine Ein-WEIH-ung. Da steckt das Wort „Weihe“ drin. Eine Einweihung, das ist von alters her immer eine kirchliche Veranstaltung, wer sonst sollte etwas „weihen“? Und natürlich braucht man, um sich zu treffen, immer auch Räume. Auch das haben Kirche und Feuerwehr gemeinsam. Deshalb freue ich mich, daß ich das nun auch kirchlicherseits unterstützen und dieses schöne Gebäude mit einweihen darf.

Ich danke allen Feuerwehrleuten für ihr Engagement und ihren Einsatz. Und ich wünsche diesem Haus und allen Menschen, die hier ein- und ausgehen, den Segen Gottes. Möge es immer genügend Menschen geben, die diesen selbstlosen Dienst tun. Und möge Gott Sie alle schützen und bewahren an Leib und Seele.

 

Vielen Dank! 

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So. 31.03.13
Ode an Hildegard anlässlich ihrer…
Frank Hasselberg
Ode an Hildegard anlässlich ihrer Verabschiedung am 31.03.2013

Ode an Hildegard zur Verabschiedung am Ostersonntag 2013,
zu singen von Pastor und KV nach der Melodie EG 334

Danke für dieses saub´re Haus hier,
danke, alles ist blitzeblank,
danke, nicht mal ein Kirchenmaustier
sitzt unter der Bank.

Denn schon seit über 20 Jahren
küstert hier uns´re Hildegard;
will jetzt nur noch in Urlaub fahren -
das finden wir schad´!

Daß es im Winter nicht zu kalt ist,
dafür sorgt hier die Küsterin.
Wenn mal ´ne Birne durchgeknallt ist,
bleibt´s nicht düster drin.

Von mancher Wiege bis zur Bahre
geh´n hier die Menschen ein und aus.
Steh´n ihr zu Berge auch die Haare,
sie hält alles aus.

Frauenkreis und die Konfirmanden,
Kinder von gegenüber auch,
Alte und Junge, alle fanden:
Sie ist super drauf!

Läuten und Gottesdienst am Sonntag,
das macht sie locker und mit Lust.
Wenn mal die Stimmung nicht gut sein mag,
gibt´s doch selten Frust.

Fehlt bei der Trauung mal die Kniebank,
nimmt das der Pastor nicht so krumm.
Zum Glück war Hildegard fast nie krank -
und auch selten stumm.

Darum sag´n wir von Herzen „Danke“ -
danke für alles, Hildegard!
Reichen zum Abschied dir die Pranke,
es war wunderbar!

Und für die Zukunft alles Gute:
Schön soll er sein, der Ruhestand!
Darum nun auf mit frohem Mute,
auf in´s neue Land!

c FH 3/2013

BILDER:
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