Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.
Datum
Titel
Name
Sa. 05.11.16
Zeit zum Leben - Brücke Nr. 78 Nov. 16 - Jan…
Frank Hasselberg
Zeit zum Leben - Brücke Nr. 78 Nov. 16 - Jan. 17

Zeit zum Leben

Liebe Leserin, lieber Leser!

Kaum hat ein neues Jahr begonnen, da geht es auch schon wieder zu Ende - zumindest in Gedanken. Ich sehe, wie sich mein Terminkalender für 2017 zu füllen beginnt. Ostern, Konfirmation, Urlaub, Weihnachten - alles verplant. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit unter den Händen zerrinnt. Wenn ich mich umhöre, geht es vielen Menschen ähnlich. Muss das so sein? Woher kommt der Eindruck, dass die Zeit immer schneller vergeht?

Ein Europäer wollte einmal von einem chinesischen Weisen wissen, welches der wesentliche Unterschied sei zwischen einem westlichen und einem östlichen Menschen. Der Chinese antwortete: "Ihr Abendländler lasst Euch ständig hetzen und nehmt Euch keine Zeit zu leben. Wenn Du am Morgen aufwachst, planst du schon. Wenn Du frühstückst, liest Du nebenbei die Zeitung. Während Du zur Arbeit fährst, bist Du in Gedanken schon dort. Und so machnes kannst Du kaum erwarten. Am Morgen freust Du Dich auf den Feierabend, am Abend wartest Du auf den folgenden Tag, zu Beginn der Woche sehnst Du Dich nach dem Wochenende, und am Sonntag gönnst Du Dir auch keine Ruhe. "

"Und wie machst Du es?" fragte der Europäer den Weisen.

"Ganz einfach: Wenn ich aufwache am Morgen, bin ich dankbar, dass mir ein neuer Tag geschenkt ist. Wenn ich mich an den Tisch setze, genieße ich den Geschmack der Speisen. Wenn ich mich auf den Weg mache, betrachte ich neugierig, was mir begegnet. Ich lebe in der Gegenwart, ohne mich allzusehr darum zu sorgen, was gestern war und was morgen sein wird. Dies ist das Geheimnis der Ruhe und inneren Gelassenheit."

Vielleicht ein guter Vorsatz für das kommende Jahr: Ich will - bei aller notwendigen Planung - die Zeit mehr genießen, bewusster erleben, sie wieder als Geschenk begreifen. Machen Sie mit? Kein Spekulatius im August, kein Biergarten am Karfreitag, kein Stress am Sonntag, sondern alles zu seiner Zeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch eine nachdenkliche, stille Zeit im November, eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit und ein gesegnetes neus Jahr 2017!

Ihr Pastor Frank Hasselberg

 

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch

Ezechiel 36,26

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Etwas für´s ganze Leben
Frank Hasselberg
Etwas für´s ganze Leben

Etwas für´s ganze Leben

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

"Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund, auch wenn die ganze Welt zusammenfällt. Drum sei auch nie betrübt, wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt.  Ein Freund, ein guter Freund, das ist der größte Schatz, den´s gibt."

So sangen einst die Comedian Harmonists. Auch in der Bibel wird ein hohes Lied gesungen über den Wert der Freundschaft. Der Weisheitslehrer Jesus Sirach schreibt: "Ein treuer Freund ist ein starker Schutz; wer den findet der findet einen großen Schatz.  Ein treuer Freund ist nicht mit Geld oder Gut zu bezahlen."

Und von der tiefen Verbundenheit zwischen David und Jonathan heißt es im Alten Testament sogar, dass sie David wichtiger gewesen sei als die Liebe der Frauen. Die Heilige Schrift weiß an vielen Stellen um den hohen Wert wahrer menschlicher Freundschaft, um den Wert tiefer, verbindlicher Beziehungen. Im Johannesevangelium sagt Jesus sogar direkt zu seinen Jüngern: "Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde."

Ich glaube, manchmal verwenden wir das Wort Freundschaft zu leichtfertig und meinen eher lose Bekanntschaften, etwa im Sinne von Sports-, Partei- oder Geschäftsfreunden. Solche Beziehungen mögen auch wichtig sein, sind aber oft nur oberflächlich und von kurzer Dauer. in der Bibel geht es um echte, tragfähige, lebenslange Freundschaften. Wo ich mich so geben kann, wie ich bin, wo ich mich nicht verbiegen muss und alles erzählen kann, wo ich aufgefangen werde, wenn ich einmal falle.

Eine solche Freundschaft bietet Jesus uns an. Er möchte unser treuer und verlässlicher Freund und Wegbegleiter sein. Man sagt, "kleine Geschenke erhalten die Freundschaft". Er hat uns ein viel größeres Geschenk gemacht, indem er uns ein ganz neues Leben bei Gott eröffnet; wir brauchen es nur anzunehmen. Denn Freundschaften müssen auch gepflegt werden, damit sie nicht verkümmern. Vielleicht bieten die Sommermonate wieder einmal die Gelegenheit dazu, an dieser Freundschaft zu arbeiten, sie neu zu beleben. Es wartet jemand drauf.

Eine schöne Sommerzeit!

Ihr/Euer Pastor Frank Hasselberg

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Mo. 03.11.14
Geistliches Wort in der Brücke 68 (November…
Harm Cordes
Geistliches Wort in der Brücke 68 (November 2014 - Januar 2015)

"Sehen wir uns gleich? Am Denkmal?"

Lange ist es her, dass der alte Herr mir diese Frage stellte. Wir hatten während des Gottesdienstes nebeneinander gesessen, während der Predigt hatten wir miteinander geschmunzelt. Jetzt war der Gottesdienst vorüber, ich wollte nach Hause gehen und hatte im noch einmal zugenickt. Seine Frage traf mich unerwartet: "Sehen wir uns gleich noch? Am Denkmal?"

Ich winkte ab: "Ach nein. Volkstrauertag, das ist nichts für mich. Wissen Sie: ich bin 25 Jahre nach Kriegsende geboren, ich kenne kaum noch  jemanden, der im Krieg war. Nein, zum Denkmal gehe ich nicht mit"

Eine Reaktion, die heute mancher nachvollziehen kann. Wer hat schon noch Angehörige, die an einem der Kriege des letzten Jahrhunderts teilgenommen haben? Wer mag sie wirklich, die wuchtigen Denk- und Ehrenmale auf den Friedhöfen und Dorfplätzen?

Nein, der Volkstrauertag - oder Friedenssonntag, wie ihn jetzt manche nennen - ist kein leichter Sonntag.

Den Gang ans Denkmal gehen die wenigsten gerne. Die einen, weil sie eben doch noch Menschen gekannt haben, die im Krieg gefallen sind. Die anderen, weil sie den Frieden für so selbstverständlich halten, dass ihnen schwer zu erklären ist, was für ein Geschenk dieser Frieden ist.

Wie wichtig bis auf den heutigen Tag das Erinnern, der Hinweis auf das Leid und Not sind, die durch Kriege verursacht werden.

Dabei ist die Welt voller kriegerischer Konflikte und es ist ein besonderes Zeitfenster der Geschichte, in dem wir in Mitteleuropa von Kriegen, Terror und staatlicher Willkür einigermaßen verschont bleiben. Doch die Bilder von den marodierenden Trupppen der IS, Luftaufnahmen von riesigen Flüchtlingslagern im Sudan oder die wenigen Nachrichten aus Nordkorea zeugen: an vielen Orten werden Menschen, ganze Völker, Opfer von Krieg und Terror. Und - auch vermittelt durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr - rücken sie neu in unseren Blick.

So wird deutlich: der Frieden ist ein kostbares Gut, für das wir uns einsetzen müssen. Ein Gut, das wir anderen Menschen wünschen sollten. Ein Gut, für das wir einstehen müssen. Einstehen, in dem wir dazu beitragen, Frieden zu schaffen, wo wir es können. Einstehen, in dem wir die Opfer von Krieg und Terror unterstützen, wo es nottut. Einstehen, indem wir uns zu unserer Sehnsucht nach einer friedlichen Welt bekennen. Um solches Einstehen, für den Frieden, gegen den Krieg, geht es am Volkstrauertag. Je bewusster wir diesen Tag gestalten, desto weiter wird sich der Gedanke ausbreiten, der von ihm ausgeht. Die Absage an Terror und Gewalt. Der Dank für den Frieden, in dem wir leben. Was denken Sie?

Sehen wir uns? Am Volkstrauertag? Am Denkmal?

Bis dahin grüßt Sie

Harm Cordes

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Geistliches Wort in der Brücke 67 (September…
Frank Hasselberg
Geistliches Wort in der Brücke 67 (September - Oktober 2014)

Warum guckt die Frau an der Kasse mich nur so seltsam an? „So kennt man Sie ja gar nicht… in kurzen Hosen und T-Shirt.“ Ich muß lachen. Nein, bei der Hitze - zur Zeit haben wir fast 30° C - laufe ich auch als Pastor nun wirklich nicht im schwarzen Anzug herum. Da hat sich im Laufe der Zeit manches geändert.

Anderes hält sich zäh. Zum Beispiel, daß man im Gottesdienst nicht lacht. Manchmal bin ich enttäuscht, wenn ich in die Predigt einen Scherz einbaue und niemand sich richtig zu lachen traut. Ein altes Phänomen.

Von Wilhelm Buschs Neffen, dem Pastor Otto Nöldeke, wird folgendes erzählt:

Als eines seiner Schäfchen krank im Bett lag, brachte Pfarrer Nöldeke einen Band seines Onkels zu dem Kranken in der Hoffnung, die lustigen Zeichnungen und Verse würden ihn etwas aufmuntern. Nach vier Wochen besuchte er den Kranken wieder und fragte, wie ihm das Buch gefallen habe. Die Antwort lautete: „Ich hätte wohl sehr lachen mögen über die Geschichten, aber da ich das Buch von Ihnen erhalten hatte, traute ich mich nicht so recht.“

Schon das ist zum Lachen, oder?!

Beim Apostel Paulus findet sich die Aussage: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ (Philipper 4, 4) Schöner kann man uns Christen kaum zur Freude auffordern. Paulus sagt dies nicht aus einer oberflächlichen Spaßmentalität heraus; diese Freude geht viel tiefer, sie meint den ganzen Menschen. Den Menschen in seiner Beziehung zu Gott. Die Botschaft von der Güte und Liebe Gottes will uns aufbauen und nicht entmutigen. An ihr können und sollen wir uns erfreuen und auch unsere Mitmenschen teilhaben lassen.

Also ich bin nicht der Mensch, der mit nach unten gezogenen Mundwinkeln herumläuft, im Gegenteil. Ich freue mich des Lebens, und mein Glaube hilft mir dabei, mit schwierigen Situationen umzugehen. Das versuche ich an andere weiterzugeben. Kirche, Glaube und Humor sind keine Gegensätze. Wie, die Bibel sprüht nicht gerade vor lustigen Geschichten? Mag sein, zumindest nicht vordergründig, aber wissen Sie was:

Nach dem Johannesevangelium (Kapitel 2, Verse 1-12) hat Jesus während der Hochzeitsfeier in Kana das Wasser nun gerade nicht in essigsaure Tonerde, sondern in Wein verwandelt. Das Fest der Freude konnte weitergehen. Das erste Zeichen, das Jesus tat, diente der Lebensfreude.

 

Ihr Pastor Frank Hasselberg

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Himmlisches Dreamteam
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Himmlisches Dreamteam

Himmlisches Dream-Team

Ein Dreiergespann der besonderen Art entdeckte ich neulich auf einer Karikatur: Hand in Hand gehen dort Gott und Jesus, über ihnen schwebt der Heilige Geist, und darunter steht: „Dream-Team“, Traum-Mannschaft. Das paßt zum heutigen Trinitatisfest, dem „Tag der heiligen Dreifaltigkeit“.

Von ihren ganz irdischen Mannschaften träumen jetzt wieder Menschen in aller Welt. Ausnahmezustand. Und ich frage mich: Was würde wohl Jesus über Fußball sagen? Mit seinen Jüngern hätte Jesus eine starke Truppe gehabt für sein Spiel: Den draufgängerischen Judas kann ich mir gut als Mittelstürmer vorstellen, Petrus als zuverlässigen Spielführer… Ich stelle mir vor, Jesus würde sich bei der Weltmeisterschaft an den Spielfeldrand setzen, beobachten und überlegen, wen er mit Gott vergleichen könnte. Vielleicht den Schiedsrichter? Der darf keinen bevorzugen, ist unparteiisch. Jesus könnte sagen: Gott ist wie ein guter Schiedsrichter: Er ist gerecht, für alle da und unbestechlich. Niemand kann Gott für sich allein beanspruchen. Oder: Gott ist wie ein guter Linienrichter. Er hat den Überblick und sieht von seiner Position aus mehr als wir alle zusammen. Ihm kann keiner was vormachen.

Gott als guter Trainer? Er hat uns durch seinen Sohn Jesus Christus gesagt und vorgelebt, wie man gut miteinander „spielt“, wie man als Christ in der Welt leben kann. Er hat uns Mut gemacht, unser Leben Gott anzuvertrauen und nicht nur auf unsere eigene Kraft zu setzen. Dazu braucht man Training! Immer wieder zum Beispiel im Gottesdienst, im persönlichen Gebet oder Gespräch mit anderen Christen.

Gott als Torwart? Der muß ja den Ball halten, damit er kein Tor reinkriegt. Aber das gelingt nicht immer. Und ohne Tore wäre das Spiel nun mal uninteressant. Das gehört dazu, wie es wohl im Leben dazugehört, daß ich hin und wieder „ein Tor reinkriege“. Gott hält nicht alles Schwere in meinem Leben ab, aber - und das unterscheidet ihn vom Fußball-Torwart - er fängt mich auf.  Er gibt mir die Kraft, immer wieder aufzustehen und „weiterzuspielen“.

Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist: ein Dream-Team, das seinen Namen verdient!

Frank Hasselberg, Pastor der Markusgemeinde Schneverdingen und in Heber,

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Geistliches Wort in der Brücke 66 (Juni-…
Frank Hasselberg
Geistliches Wort in der Brücke 66 (Juni-August 2014)

… und wie rechnen Sie?

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

an einem warmen Sommertag hatte die Eintagsfliege um die Krone eines alten Baumes getanzt, geschwebt und sich glücklich gefühlt. Als sich das kleine Geschöpf einen Augenblick in stiller Glückseligkeit auf den großen, frischen Blättern ausruhte, sagte der Baum: „Arme Kleine! Nur einen einzigen Tag währt dein ganzes Leben! Wie kurz das ist! Wie traurig!“ - „Traurig?“ erwiderte die Eintagsfliege, „was meinst du damit? Alles ist so herrlich leicht, so warm und schön, und ich selbst bin so glücklich!“ - „Aber nur einen Tag, und dann ist alles vorbei!“ -

„Vorbei!“ sagte die Eintagsfliege, „was ist vorbei? Bist du auch vorbei?“ - „Nein, ich lebe tausende von deinen Tagen, und meine Tage sind ganze Jahreszeiten! Das ist etwas so Langes, daß du es gar nicht ausrechnen kannst!“ -

„Nein, denn ich verstehe dich nicht! Du bist tausende von meinen Tagen, aber ich habe tausende von Augenblicken, in denen ich froh und glücklich sein kann! Hört denn alle Herrlichkeit dieser Welt auf, wenn du einmal stirbst?“ -

„Nein“, sagte der Baum, „die währt gewiß viel länger, unendlich viel länger als ich denken kann!“ -

„Aber dann haben wir ja gleich viel, nur daß wir verschieden rechnen.“

 

Ich beneide dieses Insekt um seine Fähigkeit, sich so uneingeschränkt freuen zu können. Fröhlich zu sein, den Sonnenschein und Gottes Schöpfung einfach zu genießen. Die Leichtigkeit des Seins… Wir Menschen haben das oft verlernt und sorgen uns und tun und machen, anstatt im Hier und Jetzt glücklich zu sein. Doch das Glück ist keine Eintagsfliege! Vielleicht bietet der anstehende Sommer die Gelegenheit, wirklich mal die Seele baumeln zu lassen, wie man so sagt. Sich zu freuen an dem, was vor Augen ist, zufrieden zu sein mit dem, was uns jeden Tag auf´s Neue geschenkt wird. Es aus Gottes Hand zu nehmen mit einem kleinen „Danke“ auf den Lippen. Ob zuhause, auf der Arbeit, im Urlaub, in den Ferien. Es gibt so Vieles, wofür zu leben sich lohnt und wofür man dankbar sein kann. Das Zwitschern der Vögel, das Lachen der Kinder, die Wärme auf der Haut, der Mensch an meiner Seite. Ich will kein alter, abgeklärter Baum sein. Mach es wie die Eintagsfliege, lebe und sei froh!

Ihr / Euer Pastor Frank Hasselberg

 

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Konfirmationen in Heber und Markus
Frank Hasselberg
Konfirmationen in Heber und Markus

Gesucht wird... 

„Deutschland sucht den Super-Konfi“. Nein, keine Sorge, das ist nicht schon wieder eine neue Casting-Show, davon gibt es wirklich genug im Fernsehen. Der Super-Konfirmand wird diesen Sonntag beim Vorstellungsgottesdienst in der Eine-Welt-Kirche gesucht. Es gibt Moderatoren, eine Jury – und Kandidaten. Einige der Jugendlichen treten zum „Wettbewerb“ an mit Themen wie zum Beispiel „Die Taufe – mehr als nass werden“, „Psalm 23 in moderner Form“, „Warum der Mittwoch die Mitte der Woche ist“ oder „Die 10 Gebote der Jugend“. Sie haben sich dazu ernsthaft Gedanken gemacht und wollen natürlich gut abschneiden. Allerdings wird die Jury keinen „Super-Konfirmanden“ küren, denn am Ende wird deutlich, wohin die Reise bei Gott geht: Er liebt uns, ohne dass wir uns verbiegen oder miteinander konkurrieren müssen.

Wahrscheinlich ist es in uns Menschen drin, dass wir immer die besten sein wollen. Schon zwei der Jünger, Jakobus und Johannes, wollten zur rechten und linken Seite Jesu sitzen, so heißt es im Evangelium (Markus 10, 35-45). Er weist ihre Bitte zurück. Das Gespräch gipfelt in der Aussage: „Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.“ Darauf ist von den Konfirmanden noch keiner gekommen, und auch uns Erwachsenen fällt es oft schwer, zurückzustecken. Wer ist schon gerne Diener oder Knecht? Warum soll ich nachgeben, soll doch der andere… Aber bei Gott gelten andere Gesetze. „Superstars“ sind bei ihm, die ihre Mitmenschen mehr im Blick haben als ihre eigenen Interessen. Die nicht zuerst an ihren eigenen Vorteil denken. Die rücksichtsvoll sind und anderen helfend die Hand ausstrecken. Das können ganz kleine Dinge sein. Und es ist oft leichter, als sich abzustrampeln, um als Erster durch´s Ziel zu gehen. Zumal das immer nur einer sein kann.

Gefragt sind „Gottes Team-Player“. Mal sehen, wann meine „Super-Konfirmanden“ das verstehen. Ich wünsche es ihnen und allen Jugendlichen, die in den nächsten Wochen konfirmiert werden.

 

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Zeitungsandacht
Frank Hasselberg
Zeitungsandacht

Gefallener Engel

Im Baseler Kunstmuseum hängt ein Bild meines Lieblingsmalers Marc Chagall. Es heißt: „Der Engelsturz“. Ein glutroter, kopfüber stürzender Engel symbolisiert den Untergang, die totale Katastrophe im Leben des jüdischen Volkes und auch des Malers persönlich. Im Vergleich dazu ist der Sturz, den die „gelben Engel“ derzeit erleben, harmlos. Und doch ist es für viele Menschen katastrophal, ein weiterer Vertrauensbruch, den sie auch in anderen Institutionen erleben. Der ADAC ist auch nicht besser, sagen uns die Medien, da wird gemogelt, gelogen und betrogen, und die Rettungshubschrauber transportieren Bonzen statt notleidende Menschen. Wie immer schwarz-weiß gezeichnet, aber so ist das nun mal in Zeitung und Fernsehen. Wie sagt man so schön: „Hochmut kommt vor dem Fall.“ Wer sich selbst als „Engel“ bezeichnet, gleich welcher Farbe, muß damit leben, daß er am Ende verteufelt wird.

Da lobe ich mir die Engel der Bibel - und da haben sie schließlich ihren Ursprung. Das Wort  bedeutet „Boten Gottes“. Weiß gewandet, haben Engel die Aufgabe, uns Menschen zu behüten und zu tragen. Sie bringen die frohe Botschaft von Gott auf die Erde. Ihre Macht ist größer als die Kräfte dieser Welt, sie sind viel mehr als nur „Pannenhelfer“. Die guten Engel Gottes umgeben uns als schützende Begleiter, sie passen auf, daß wir in den Wirren des Lebens nicht untergehen. Sie wollen kein Geld, und ich muß sie nicht erst rufen, wenn ich in Not bin. Solche Engel brauchen wir! Darum: Schluß mit Tricks und Täuschung, Selbstbedienung und Autolobby-Politik ohne Rücksicht auf die Umwelt. Für mich bedeutet die Abkürzung ADAC künftig: „Auf Dich Achtet Christus.“

Frank Hasselberg, Pastor der Markusgemeinde Schneverdingen und der Friedenskirche Heber

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So. 01.12.13
Wochenspruch, Sonntag, 01.12.2013 bis…
Frank Heyden
Wochenspruch, Sonntag, 01.12.2013 bis Samstag, 07.12.2013

Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. (Sacharja 9,9)

 

  • Erklärung

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“: Der Klassiker unter den Adventsliedern wird in vielen Gemeinden am 1. Sonntag im Advent gesungen. Eine erwartungsvolle Zeit beginnt. Die Botschafter der Bibel verheißen einen neuen König, einen König, der nach Gottes Plänen regieren wird. Gerechtigkeit und Frieden im Sinne Gottes sollen mit ihm herrschen. Das Evangelium für diesen Sonntag deutet an: Mit Christus ist dieser König in die Welt gekommen. Die liturgische Farbe Violett erinnert nun daran, dass jeder und jede sich auf das Kommen dieses Königs vorbereiten, ihm entgegenkommen sollte: erste Schritte für Gerechtigkeit und Frieden.

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Fr. 01.11.13
Gedanken zur Jahreslosung 2014
Frank Hasselberg
Gedanken zur Jahreslosung 2014

Gedanken zur Jahreslosung

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was ist Glück? Wer weiß das schon. Sind Sie glücklich? Wer würde das uneingeschränkt von sich sagen. Es gibt schließlich gute und schlechte Tage, Höhen und Tiefen. Niemand ist immer nur glücklich – das wäre auch schwer zu ertragen, denn wer keinen Regen kennt, freut sich auch nicht über den Sonnenschein.

Eine wunderschöne Definition gibt uns die Jahreslosung für 2014: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück.“ Das steht im 73. Psalm, Vers 28. Aber: Ist das nicht etwas leichtfertig dahingesagt, wenn mir gerade das Wasser bis zum Hals steht, wenn ich keinen Sinn mehr in meinem Leben sehe? Auch der Psalmbeter hat schwere Zeiten durchschritten, er kennt ebenso die dunklen Stunden, wo man mit Gott hadert. Und trotzdem - oder gerade deswegen - sieht er, wo sein wahres Glück liegt. Es geht nicht um Friede - Freude - Eierkuchen, sondern um ein gelingendes, ein erfülltes Leben diesseits von schneller Glückseligkeit, wie viele Menschen sie suchen. Der Unterschied zwischen Vergnügen und Glück ist derselbe wie zwischen einem Kahn und einem Ozeandampfer: Auf den Tiefgang kommt es an.

Im Erscheinungszeitraum dieser „Brücke“ begehen wir die stille Woche mit Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Toten- oder Ewigkeitssonntag. Mancher trauert um einen geliebten Menschen, hat Sorgen, ist einsam. Das Glück, von dem im Psalm die Rede ist, ist kein billiges Versprechen, sondern es geht viel tiefer. So, wie Maria es erfährt, als sie mit Jesus schwanger ist. Das Glück der Geburt im Stall von Bethlehem, auf das wir auch wieder zusteuern. Die Freude trotz der widrigen Umstände damals, in der ersten Heiligen Nacht. So können wir mit Gott auch getrost ins neue Jahr gehen. Denn das ist uns Christen zugesagt: Ihr werdet es nicht nur leicht im Leben haben, aber Euch erwartet ein Glück, das alles andere überstrahlt. Deshalb heißt es weiter im 73. Psalm: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.“

In diesem Sinne: Eine nachdenkliche stille Zeit im November, eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit und ein gesegnetes neues Jahr 2014!

Das wünscht Ihnen und Euch allen

Pastor Frank Hasselberg

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Gedanken am Sonntag, 09.11.2013
Frank Hasselberg
Gedanken am Sonntag, 09.11.2013

Keine Zeit zum Küssen und Beten

Wußten Sie schon, daß Sie 24 Jahre Ihres Lebens verschlafen? 30 Jahre gehen für Fernsehen, Lesen und Internet drauf, fünf Jahre für Essen und Trinken. Im Vergleich dazu fallen die sieben Jahre, die wir arbeiten, kaum ins Gewicht…

Diese Zahlen standen kürzlich in der Evangelischen Zeitung unter der Überschrift „Eine deutsche Lebensbilanz“, ausgehend von einem 80jährigen Leben. Natürlich, das sind Durchschnittswerte. Wie heißt es doch so schön: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe“. Ich frage mich sowieso, wie man diese Zeiten erfaßt. Allerdings, ein Anhaltspunkt sind sie schon, auch wenn jeder sein Leben individuell gestaltet. Ich zum Beispiel spare die eineinhalb Jahre für sportliche Betätigung ein. Erstaunlich finde ich, daß wir im Schnitt zweieinhalb Jahre im Auto verbringen, davon sechs Monate im Stau; was für eine Vergeudung wertvoller Lebenszeit. Ein Jahr nehmen wir uns Zeit für kulturelle Aktivitäten, neun Monate für Waschen und Bügeln und ebenso lange für´s Spielen mit den Kindern. Sitzen Sie auch sechs Monate auf der Toilette? Jeweils drei Monate verbringen wir in Kneipen und bei Vereinssitzungen.

Aber jetzt kommt´s. Raten Sie mal, was ganz am Ende der Skala steht. Mit jeweils zwei Wochen rangieren hier - Küssen und Beten. Das finde ich erschreckend, mehr Zeit lassen wir uns dafür nicht? Ist bloß der Durchschnitt, ich weiß, aber trotzdem ja ein Trend. Dabei wünscht sich jedes Gegenüber, daß man sich ihm zuwendet, sei es Gott oder der Lebenspartner. Vielleicht sollten wir uns zum Ziel machen, für´s Küssen und für´s Beten mindestens soviel Zeit aufzuwenden wie für Kneipenbummel – das sollte es uns wert sein. Ernennen wir den trüben November doch einfach zum Kuschel- und Gebetsmonat!

Frank Hasselberg, Pastor der Markusgemeinde Schneverdingen und der Friedenskirche Heber, Öffentlichkeitsbeauftragter des ev.-luth. Kirchenkreises Rotenburg

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Mo. 11.11.13
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Keine Zeit zum Küssen und Beten

Wussten Sie schon, dass Sie 24 Jahre Ihres Lebens verschlafen? 30 Jahre gehen für Fernsehen, Lesen und Internet drauf, fünf Jahre für Essen und Trinken. Im Vergleich dazu fallen die sieben Jahre, die wir arbeiten, kaum ins Gewicht…

Diese Zahlen standen kürzlich in der Evangelischen Zeitung unter der Überschrift „Eine deutsche Lebensbilanz“, ausgehend von einem 80-jährigen Leben. Natürlich, das sind Durchschnittswerte. Wie heißt es doch so schön: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe.“ Ich frage mich sowieso, wie man diese Zeiten erfasst. Allerdings, ein Anhaltspunkt sind sie schon, auch wenn jeder sein Leben individuell gestaltet. Ich zum Beispiel spare die eineinhalb Jahre für sportliche Betätigung ein. Erstaunlich finde ich, dass wir im Schnitt zweieinhalb Jahre im Auto verbringen, davon sechs Monate im Stau; was für eine Vergeudung wertvoller Lebenszeit. Ein Jahr nehmen wir uns Zeit für kulturelle Aktivitäten, neun Monate für Waschen und Bügeln und ebenso lange für´s Spielen mit den Kindern. Sitzen Sie auch sechs Monate auf der Toilette? Jeweils drei Monate verbringen wir in Kneipen und bei Vereinssitzungen.

Aber jetzt kommt´s. Raten Sie mal, was ganz am Ende der Skala steht. Mit jeweils zwei Wochen rangieren hier - Küssen und Beten. Das finde ich erschreckend, mehr Zeit lassen wir uns dafür nicht? Ist bloß der Durchschnitt, ich weiß, aber trotzdem ja ein Trend. Dabei wünscht sich jedes Gegenüber, dass man sich ihm zuwendet, sei es Gott oder der Lebenspartner. Vielleicht sollten wir uns zum Ziel machen, für´s Küssen und für´s Beten mindestens soviel Zeit aufzuwenden wie für Kneipenbummel – das sollte es uns wert sein. Ernennen wir den trüben November doch einfach zum Kuschel- und Gebetsmonat!

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Liebe Leserin, lieber Leser!

Was ist Glück? Wer weiß das schon. Sind Sie glücklich? Wer würde das uneingeschränkt von sich sagen. Es gibt schließlich gute und schlechte Tage, Höhen und Tiefen. Niemand ist immer nur glücklich – das wäre auch schwer zu ertragen, denn nur wer keinen Regen kennt, freut sich über den Sonnenschein.

Eine wunderschöne Definition gibt uns die Jahreslosung für 2014: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück.“ Das steht im 73. Psalm, Vers 28.

Aber: Ist das nicht etwas leichtfertig dahingesagt, wenn mir gerade das Wasser bis zum Hals steht, wenn ich keinen Sinn mehr in meinem Leben sehe? Auch der Psalmbeter hat schwere Zeiten durchschritten, er kennt ebenso die dunklen Stunden, wo man mit Gott hadert. Und trotzdem - oder gerade deswegen - sieht er, wo sein wahres Glück liegt. Es geht nicht um Friede - Freude - Eierkuchen, sondern um ein gelingendes, ein erfülltes Leben diesseits von schneller Glückseligkeit, wie viele Menschen sie  suchen.

Der Unterschied zwischen Vergnügen und Glück ist derselbe wie zwischen einem Kahn und einem Ozeandampfer: Auf den Tiefgang kommt es an.

Im Erscheinungszeitraum dieser „Brücke“ begehen wir die stille Woche mit Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Toten- oder Ewigkeitssonntag. Mancher trauert um einen geliebten Menschen, hat Sorgen, ist einsam. Das Glück, von dem im Psalm die Rede ist, ist kein billiges Versprechen, sondern es geht viel tiefer.

So, wie Maria es erfährt, als sie mit Jesus schwanger ist. Das Glück der Geburt im Stall von Bethlehem, auf das wir auch wieder zusteuern. Die Freude trotz der widrigen Umstände damals, in der ersten Heiligen Nacht. So können wir mit Gott auch getrost ins neue Jahr gehen. Denn das ist uns Christen zugesagt: Ihr werdet es nicht nur leicht im Leben haben, aber Euch erwartet ein Glück, das alles andere überstrahlt.

Deshalb heißt es weiter im 73. Psalm: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst  mich am Ende mit Ehren an.“

In diesem Sinne: Eine nachdenkliche, stille Zeit im November, eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit und ein gesegnetes neues Jahr 2014!
Das wünscht Ihnen und Euch allen

Pastor Frank Hasselberg

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Frank Hasselberg

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Öffentlichkeitsarbeit
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Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
Schneverdinger Straße 14
29640
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(05193) 4130
Mi. 16.05.12
Pfingsten
Frank Hasselberg
Pfingsten

Herrlich unvollkommen

„Niemals könnte ich mich entschließen, einer Kirchengemeinde beizutreten. Keine von ihnen ist vollkommen“, sagte ein Zuhörer nach dem Vortrag eines bekannten Predigers. „Tja, mein lieber Freund“, antwortete dieser, „sollten Sie jemals eine vollkommene Kirche finden, so wird sie sich weigern, Sie aufzunehmen. Denn sobald Sie aufgenommen wären, würde sie aufhören, vollkommen zu sein.“

Wir feiern Pfingsten, gleich zwei Tage lang. Es ist der „Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes“ oder auch der „Geburtstag der Kirche.“ Also erstmal: herzlichen Glückwunsch, alte Dame! Als Geschenke bringen viele Menschen allerdings erstmal ihre hohen Erwartungen mit – so wie der Mann, von dem eben die Rede war. Sie muss – stellvertretend für alle – ein hohes Ideal erfüllen, darf keine Schwächen zeigen. Edel sei die Kirche, hilfreich und gut. Dabei kann niemand eine solche Meßlatte erreichen. Eine vollkommene Kirche in einer unvollkommenen Welt – wie soll das gehen? Schließlich besteht sie aus Menschen wie du und ich – das ist ihr Problem, aber auch ihre Chance. Denn jeder von uns hat seine ganz persönlichen Stärken und Schwächen. Und genau die können wir in unsere Kirche einbringen, gleich zu welcher Gemeinde wir gehören. Fühlt sich nicht ein unvollkommener Mensch gerade in einer unvollkommenen Kirche zuhause? Ich lebe und arbeite jedenfalls gern in ihr, weil ich weiß: Ich bin willkommen so, wie ich bin. Was nicht heißt, daß ich nicht besser werden könnte.

Demnächst werden die neuen Kirchenvorstände in ihr Amt eingeführt. Diesen Menschen ist es etwas wert, sich in der Kirche zu engagieren. Vielleicht bringen sie frischen, „pfingstlichen“ Wind hinein. Aber auch alle anderen sind eingeladen, mitzuarbeiten, jeder nach seinen Gaben und Fähigkeiten. Wer noch immer seine Zweifel an der Kirche hat, der möge Mutter Teresa hören. Auf die Frage eines Journalisten: „Was meinen Sie, was sich an der Kirche ändern sollte?“ antwortete sie: „Sie und ich!“ Ein frohes Pfingstfest!

Pastor Frank Hasselberg

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Sa. 01.06.13
Halbzeit - das halbe Kirchenjahr ist schon…
Frank Hasselberg
Halbzeit - das halbe Kirchenjahr ist schon wieder um.

Halbzeit

Kinder, wie die Zeit vergeht: Die Hälfte des Jahres ist schon wieder um. Des Kirchenjahres natürlich, das ja mit dem 1. Advent beginnt und am Ewigkeitssonntag endet. Vorbei die Zeit der schönen Feste mit Weihnachten, Ostern und Pfingsten, jetzt kommt die schier endlose Reihe der „Sonntage nach Trinitatis“. Halbzeit, das bedeutet immer Rückschau und Ausblick. Was war gut, und was kann man noch verbessern - wie beim Fußball, wo es in der Kabine eine Standpauke des Trainers oder lobende Worte gibt, je nachdem. Jetzt bloß nicht nachlassen, auch wenn die Beine schwer werden, nicht den Mut verlieren, weiter nach vorne stürmen!
Manche unserer Zeitgenossen erscheinen mir wie Spieler, die sich schon aufgegeben haben. Für sie ist das Glas halb leer, es geht auf das Ende zu, alles schmeckt nur noch schal. Ich sehe das Glas lieber halb voll, sehe, was noch kommen kann an schönen Dingen und bin neugierig auf die Zukunft. Natürlich, mich erschreckt es manchmal auch, wie mir die Zeit unter den Fingern zerrinnt, aber muß ich deswegen vor der Uhr sitzen wie das Kaninchen vor der Schlange und um jedes Kalenderblatt trauern, das ich abreißen muß? Nein, denn ich weiß: Meine Zeit steht in Gottes Händen, wie es in Psalm 31 (Vers 16) heißt. Dazu gibt es ein modernes Kirchenlied, das ich gern singe:

„Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn. Hilflos seh´ ich, wie die Zeit verrinnt.

Stunden, Tage, Jahre gehen hin, und ich frag´, wo sie geblieben sind.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir!“ 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne 2. Halbzeit!  

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Mo. 03.06.13
Halbzeit
Frank Hasselberg
Halbzeit

Kinder, wie die Zeit vergeht: Die Hälfte des Jahres ist schon wieder um. Des Kirchenjahres natürlich, das ja mit dem 1. Advent beginnt und am Ewigkeitssonntag endet. Vorbei die Zeit der schönen Feste mit Weihnachten, Ostern und Pfingsten, jetzt kommt die schier endlose Reihe der „Sonntage nach Trinitatis“. Halbzeit, das bedeutet immer Rückschau und Ausblick. Was war gut, und was kann man noch verbessern - wie beim Fußball, wo es in der Kabine eine Standpauke des Trainers oder lobende Worte gibt, je nachdem. Jetzt bloß nicht nachlassen, auch wenn die Beine schwer werden, nicht den Mut verlieren, weiter nach vorne stürmen!
Manche unserer Zeitgenossen erscheinen mir wie Spieler, die sich schon aufgegeben haben. Für sie ist das Glas halb leer, es geht auf das Ende zu, alles schmeckt nur noch schal. Ich sehe das Glas lieber halb voll, sehe, was noch kommen kann an schönen Dingen und bin neugierig auf die Zukunft. Natürlich, mich erschreckt es manchmal auch, wie mir die Zeit unter den Fingern zerrinnt, aber muss ich deswegen vor der Uhr sitzen wie das Kaninchen vor der Schlange und um jedes Kalenderblatt trauern, das ich abreißen muss? Nein, denn ich weiß: Meine Zeit steht in Gottes Händen, wie es in Psalm 31 (Vers 16) heißt. Dazu gibt es ein modernes Kirchenlied, das ich gern singe:

„Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn. Hilflos seh´ ich, wie die Zeit verrinnt.

Stunden, Tage, Jahre gehen hin, und ich frag´, wo sie geblieben sind.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir!“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne 2. Halbzeit!

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So. 26.05.13
Rechenkünste
Frank Hasselberg
Rechenkünste

Rechenkünste

Es ist eine alte Streitfrage, wer am schlechtesten rechnen kann: Theologen oder Juristen. Wenn ich auf den heutigen Sonntag blicke, habe ich wohl verloren: Dreieinigkeit, lateinisch Trinitatis. Nach diesem Fest werden alle Sonntage bis zum Ende des Kirchenjahres gezählt. Drei ist gleich eins - was soll das denn? Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist: Für viele ist es ein Rätsel, wieso drei Personen ein Gott sind. Ist das nicht mathematischer Blödsinn?

Auf der anderen Seite ist die Trinität, die Dreiheit vieler Dinge, offenbar: Wir teilen die Geschichte ein in drei Epochen, Antike, Mittelalter und Neuzeit. Der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Einen Raum ergeben erst die Maße Länge, Höhe und Breite. Und ein chemisches Element wie Wasser kommt in drei Zustandsformen vor: fest, flüssig und gasförmig. Für mich sind das Spuren der Trinität. So hat sich Gott offenbart als der Schöpfer-Vater, der Erlöser-Sohn und der Erkenntnis-Geist. Dennoch bleibt es letztlich ein Geheimnis des Glaubens, wie ein Gott in drei Personen wirkt. Als Menschen würden wir zu gern diese Grenze des Geheimnisses überschreiten, aber das wird uns nie ganz gelingen.

Dietrich Bonhoeffer umschreibt das Ganze so: „Der Sinn der Dreieinigkeitslehre ist ungeheuer einfach, so daß es jedes Kind verstehen kann: Es ist wahrhaftig nur ein Gott, aber dieser ist die vollkommene Liebe und als solcher ist er Jesus Christus und der Heilige Geist. Die Dreieinigkeit ist nichts als der schwache Lobpreis der Menschen auf das Ungestüm der Liebe Gottes, in der er sich selbst verherrlichte… ist Aufruf zur Anbetung, zur Ehrfurcht, zur Liebe, die sich in Gott versenkt. Dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist sei allein die Ehre von nun an bis in Ewigkeit.“

Dreieinigkeit: Niemand muß weiter als bis drei zählen können, um Gott zu verstehen. Ich finde das klasse, das bekomme ich noch hin!

Frank Hasselberg, Pastor in Heber und an der Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen, Öffentlichkeitsbeauftragter des ev.-luth. Kirchenkreises Rotenburg

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So. 14.04.13
Schlussandacht zur Konfirmation am 14.04.…
Frank Hasselberg
Schlussandacht zur Konfirmation am 14.04.2013, 19:00 Uhr

ANSPRACHE in Gedichtform

am Abend der Konfirmation

 

Liebe Eltern, Konfirmierte,
liebe christlich Interessierte,
alle, die von nah und fern hier,
ob gezwungen oder gern hier,

liebe Omas, Opas, Paten:
Ihr seid jetzt die Adressaten.
Jetzt hab´ ich nochmal das Sagen.
Will euch zwar damit nicht plagen,

doch das ist nunmal so Brauch:
Das Wort Gottes hör´n wir auch.
Daran soll kein Zweifel keimen,
nur: Heute gibt´s das mal in Reimen!

Mit dem Konfirmieren heute
seid auch ihr erwachs´ne Leute,
sollt den Glaubensweg bereisen,
den bisher die Eltern weisen.

Aufrecht sollt ihr Christen sein,
laßt die Freude bei euch ein –
Freude, wie sie Gott uns schenkt,
wenn er uns´re Wege lenkt.

Manchmal gibt´s im Leben Sorgen,
und wir haben Angst vor morgen.
Wenn ihr dann nur Gott noch kennt,
der uns seine Kinder nennt,

werdet ihr sehr schnell auch merken:
Er ist da in seinen Werken.
Er will uns durch´s Leben führen:
Gott mit allen Sinnen spüren!

Hören, sehen, riechen, schmecken:
Er läßt sich von uns entdecken.
Fühlen können wir ihn auch,
manchmal ist es nur ein Hauch.

Oft hilft uns schon ein Gebet,
damit es uns besser geht.
Das heißt steh´n in dieser Welt,
auch sehen, was uns nicht gefällt.

Für and´re Menschen da zu sein:
Vergeßt das nicht, das ist nicht fein.
Nur keine Not und Angst verschweigen,
sondern dem Leid die Stirne zeigen!

Denn ob in Markus oder Heber:
Läuft ´ne Laus über die Leber,
hörst du manchmal Hohn und Spott,
dann tröstet er dich, unser Gott!

Das heißt erwachsen sein als Christ,
denn Gott kein Wunscherfüller ist.
Doch er ist da in jeder Lage
und offen stets für eure Frage.

Hast du mal Fragen an das Leben,
kann Gott dir sicher Antwort geben.
Bei ihm wirst du zum Millionär –
bei Günther Jauch hast du es schwer!

Schwarze, Weiße, Indianer,
Schneverdinger, Heberaner,
allen Menschen ist Gott Freund,
bin ich dann nicht auch gemeint?!

Ob sie dumm sind oder weise,
ob sie laut sind oder leise,
ob sie arm sind oder reich:
Gott sind alle Menschen gleich!

Denn er sorgt sich um uns alle,
leidet mit in jedem Falle,
und er kämpft für seine Wahrheit,
für Gerechtigkeit und Klarheit.

Ich hoff´, das konnte ich euch lehren
und eure Zuversicht vermehren,
daß Gott alles zum Guten lenkt
und daß er immer an uns denkt.

Liebe Eltern, Schwestern, Brüder,
hoffentlich seh´n wir uns wieder!
Denn ein Christ, soviel steht fest,
sich hier öfter sehen läßt.

Ich beende nun die Predigt,
hoffe, ihr seid nicht erledigt,
sondern frisch für neues Tun,
denn das Leben wartet nun.

Gott will uns den Segen spenden,
aber auch die Sinne wenden,
daß wir uns nicht mehr verschließen,
sondern seinen Geist genießen,

daß wir Fragen deutlich stellen,
die den Horizont erhellen
und uns neue Wege weisen,
nicht nur um uns selber kreisen.

Daß er uns die Wahrheit gibt,
mit der Gott uns alle liebt,
bitten wir in Jesu Namen,
darum sage ich jetzt: Amen!

 

KONTAKT

Frank Hasselberg

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